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Überraschungssieg durch Antonia Lottner

Marathon-Frau Antonia Lottner (TEC Waldau Stuttgart / WTA 291) hat die mit 50.000 US-Dollar dotierten REINERT OPEN gewonnen und ist damit die 15. Internationale Westfälische Meisterin. Mit 3:6, 7:5, 6:3 bezwang sie Tereza Smitkova (Tschechien / WTA 224), nachdem sie im zweiten Satz drei Matchbälle der Tschechin abwehren musste. Es ist der größte Erfolg ihrer jungen Karriere und bringt ihr 80 Weltranglistenpunkte ein. Damit dürfte sie am Montag in der Weltrangliste um 240 platziert sein – ihr bestes Ranking bisher.

Wie schon in den beiden Begegnungen zuvor erwischte Antonia Lottner einen schlechten Start. Tereza Smitkova wirkte konzentrierter, ihre Schläger waren platzierter und sie setzte somit die 19-jährige Deutsche unter Druck. Der 6:3-Satzgewinnn für die Tschechin war die logische Konsequenz. „Ich habe dann an das gestrige Match gedacht und versucht, wieder alles zu geben“, erklärte Antonia Lottner den Matchverlauf. Sie spielte taktisch clever, variierte schnelle und langsame Bälle und brachte Tereza Smitkova nach und nach aus dem Rhythmus. Dennoch war die Tschechin dem Titelgewinn sehr nahe. Beim Stand von 6:3, 5:4 konnte sie jedoch drei Matchbälle nicht nutzen und verlor diesen Durchgang noch mit 5:7.

Antonia Lottner war nun im Aufwind, während die Tschechin offensichtlich noch über die drei vergebenen Matchbälle nachdachte. So stand es schnell 5:1 für die Deutsche, die dann aber ihre Kontrahentin noch einmal auf 5:3 herankommen ließ. Der zweite Matchball aber saß. „Ich kann es kaum glauben, dass ich dieses schöne Turnier gewonnen habe. Ich habe soviel positive Unterstützung von den Zuschauern erhalten. Ohne die hätte ich es wohl nicht geschafft“, jubelte die neue Titelträgerin.

 Unzufrieden war Tereza Smitkova mit ihrer Turnierwoche aber auch nicht: „Zwar bin ich jetzt natürlich enttäuscht, doch auch für mich war es eine tolle, erfolgreiche Woche, die mir Selbstvertrauen für die kommenden Turniere gibt.“ Antonia Lottner dachte dagegen noch nicht an die nächsten Turniere, sondern genoss ihren Triumph und philosophierte: „Man lebt und macht das, was man liebt.“ Und wenn das dann so erfolgreich ist, steht einer tollen Zukunft nichts im Wege.

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