Das Einzel-Halbfinale

Elina Avanesyan (Russland / WTA 521 / 18 Jahre)
– Mirjam Bjorklund (Schweden / WTA 361 / 23 Jahre)


Federica di Sarra (Italien / WTA 287 / 31 Jahre)
– Cristiana Ferrando (Italien / WTA 359 / 25 Jahre)

Die Reinert Open mit den Internationalen Nordrhein-Westfälischen Tennis-Meisterschaften der Damen sind in diesem Jahr das Turnier der Außenseiterinnen. Keine der acht gesetzten Spielerinnen schaffte es in das Viertelfinale. Dafür sorgten die Qualifikantin Cristiana Ferrando (Italien / WTA 359) sowie Elina Avanesyan (Russland / WTA 512) als Lucky Loser für Furore.


4:0, 4:5, 7:5 – der erste Satz in der Partie zwischen Lucky Loser Elina Avanesyan und Anna Dalinina (Kasachstan / WTA 299) verlief kurios. Immer dann, wenn der Durchgang zugunsten einer Spielerin entschieden schien, kam die andere groß auf und drehte die Partie. Mit 7:5 entschied die Russin Satz eins für sich, das Match hatte sie aber noch lange nicht gewonnen. Anna Dalinina gewann ihre ersten beiden Matches auch jeweils in drei Sätzen und nun startete sie erneut zur Aufholjagd. Es reichte allerdings nur zu einem 6:4-Satzgewinn. Den dritten Durchgang diktierte Elina Avanesyan. Dabei ließ sie ihre Gegnerin viel laufen, um nach langen Ballwechseln sehr häufig den Punkt direkt zu machen. Am Ende stand ein 7:5, 4:6, 6:3-Erfolg für die 18-Jährige zu Buche.


Gegnerin im Halbfinale ist Mirjam Bjorklund. Die Schwedin, die am Turnier-Donnerstag 23 Jahre jung wurde, hat bisher einen hervorragenden Eindruck hinterlassen. Drei Matches, drei glatte Zwei-Satz-Siege: Ihre Gegnerinnen – u. a. die an Position fünf gesetzte Katharina Gerlach (Tennispark Versmold / WTA 225) – kamen nicht einmal in Reichweite eines Satzgewinns. So auch Qualifikantin Kamilla
Bartone (Lettland / WTA 414), die sich im Viertelfinale mit 4:6, 1:6 geschlagen geben musste.


Auch Qualifikantin Cristiana Ferrando scheint in Versmold dieses Jahr kaum zu bremsen zu sein. Das musste auch die letzte im Hauptfeld verbliebene Deutsche anerkennen. Anna Zaja (TEC Waldau Stuttgart / WTA 343) versuchte alles kämpfte spielte variabel, aber die Italienerin hatte immer die bessere Antwort. Allein acht Breakbälle konnte die Stuttgarter Bundesligaspielerin im ersten Satz nicht verwerten. Und auch im zweiten Satz lief es nicht besser. Am Ende hatte Cristiana Ferrando mit 6:1, 6:3 das Match für sich entschieden.

Ebenfalls einen glänzenden Eindruck hat ihre Landsfrau Federica di Sarra (Italien / WTA 275) bisher hinterlassen. Wie Mirjam Bjorklund ist sie in ihren drei Matches ohne Satzverlust geblieben. Auch gegen Jaimee Fourlis (Australien / WTA 384) trumpfte die 31-Jährige im Viertelfinale toll auf, setzte sie sich mit 6:3, 6:4 durch. Zwar stehen bei Federica di Sarra acht Turniersiege im Einzel und 22 im Doppel bei 10.000- 15.000- oder 25.000 US-Dollar-Turnieren zu Buche, bei einem mit 60.000 US-Dollar dotierten Turnier wie den Reinert Open konnte sie noch nie gewinnen, obwohl sie von den vier Halbfinalistinnen am längsten auf der Tour ist. Jetzt kommt es in Versmold zu
einem italienischen Duell.

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