17-jährige Linda Noskova schlägt topgesetzte Chloe Paquet

Im Viertelfinale der Reinert Open ist die letzte deutsche Spielerin ausgeschieden. Noma Noha Akugue (WTA 806) unterlag der an Position vier gesetzten Ungarin Reka Luca Jani (WTA 134) mit 5:7, 2:6. In der Runde der letzten Vier trifft Reka Luca Jani auf die erst 17-jährige Tschechin Linda Noskova (WTA 142), die im Viertelfinale großartig aufspielte und die topgesetzte Französin Chloe Paquet (WTA 106) deutlich mit 6:3, 6:2 bezwang.

Die zweite Endspielteilnehmerin wird zwischen Nadia Podoroska (WTA 212) aus Argentinien und der an Position sechs gesetzten Belgierin Ysaline Bonaventure (WTA 144) ermittelt. Einen Start nach Maß erwischte Noma Noha Akugue. Schnell führte sie 4:0, später auch noch 5:3, doch Reka Luca Jani kämpfte famos. Zwar machte die 18-Jährige aus dem Porsche Talent Team des Deutschen Tennis Bundes (DTB) das Spiel, doch konnte sie zu wenig Kapital daraus schlagen. Die Ungarin erlief viele Bälle und bei den längeren Ballwechseln machte die Deutsche dann doch zumeist den Fehler. So gewann Reka Luca Jani doch noch den ersten Satz und auch im zweiten Durchgang war die Ungarin die abgeklärtere Spielerin, die das Match am Ende deutlich mit 7:5, 6:2 gewann. 

Für Furore sorgte am Viertelfinaltag eine andere sehr junge Spielerin. Linda Noskova trumpfte groß auf und fegte die an Position eins gesetzte Chloe Paquet quasi vom Platz. Obwohl die Tschechin am Tag zuvor beim 6:7(4), 6:4, 7:6(3) gegen die Qualifikantin Julia Avdeeva (WTA 637) ein hartes Match zu überstehen hatte, begeisterte die 17-Jährige von Beginn an mit ihrem druckvollen Spiel. Immer wieder geriet Chloe Paquet bei den Ballwechseln in arge Bedrängnis und nur selten konnte sie sich daraus befreien. 

Das Match des Tages hatte seinen Namen wahrlich verdient. Nadia Podoroska und Julia Grabher schenkten sich vor allem im ersten Satz nichts. Über 80 Minuten dauerte allein dieser Durchgang bis die Argentinierin ihn mit 7:3 im Tiebreak für sich entscheiden konnte. Als sie dann auch im zweiten Satz das Heft in die Hand nahm, brach sie schließlich den Widerstand der Österreicherin. Mit 7:6(3), 5:7, 6:4 zog die Halbfinalistin der French Open 2020 nun in das Halbfinale der Reinert Open 2022 ein. 

Nicht so im Rampenlicht der Reinert Open stand bislang Ysaline Bonaventure, auch wenn die Belgierin im Achtelfinale Mona Barthel (WTA 450) bezwang. Da kam sie nach verlorenem ersten Satz stark zurück und setzte sich in drei Sätzen durch. So auch diesmal in der Runde der letzten Acht. Gegen die Niederländerin Arianne Hartono lief der erste Durchgang zumeist an ihr vorbei. Doch von dem 2:6 und dem damit verbundenen Satzrückstand ließ sich Ysaline Bonaventure nicht beeindrucken. Anschließend diktierte sie mit ihren druckvollen Grundlinienschlägen und dem zumeist feinen Händchen das Geschehen auf dem Platz, so dass am Ende doch noch ein deutlicher 2:6, 6:3, 6:1-Erfolg für sie zu Buche stand. Im Doppel kann die Kasachin Anna Danilina ihren Titel weiter verteidigen. Im letzten Jahr gewann sie mit der Ukrainerin Valeriya Strakhova. Diesmal ist sie mit der Niederländerin Arianne Hartono angetreten und steht erneut im Finale. Ihre Gegnerinnen sind am Sonntag Ankita Raina aus Indien und die Niederländerin Rosalie van der Hoek. Damit treffen die beiden topgesetzten Duos tatsächlich im Endspiel aufeinander.

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